Kategorie-Archiv: Lernmethoden

LEG DICH REIN

LEG DICH REIN – MACH NUR EINS

Wie fange ich bloß an?

Pascal schrieb uns:

Ich brauche ewig für meine Uni Hausarbeiten. Ich weiß nicht, worüber und was ich schreiben soll, wie ich vorgehe oder wie ich einfach damit anfangen kann. Es fühlt sich für mich so an, als ob ich mcih einfach von innen dagegen sträube, diese letzten Schritte auf meinem Weg zum Abschluss zu tun. Ich brauche nur noch eine Hausarbeit in meinem Nebenfach und meine Bachelorarbeit, dann bin ich durch mit dem Studium. Aber ich tue mich sehr sehr schwer mit dem Anfang.

Pascal ist natürlich nicht der einzige dem es schwer fällt anzufangen. In vielen Emails die ihr uns schickt, erzählt ihr davon dass es euch schwer fällt “einfach anzufangen”. Ihr fangt an zu putzen, schnell noch Facebook zu checken oder ihr meldet euch endlich mal wieder bei Mutti. Das ist ganz normales Verhalten, denn anfangen ist schwer. Vor allem wenn die Aufgabe riesig ist. So riesig wie eine 30 – seitige Hausarbeit. Aber dieses Problem lässt sich ganz einfach lösen. Und hier könnt ihr nachlesen wie:

Wer den Blog oder den Newsletter verfolgt weiß mittlerweile dass wir hier große Fans von Listen sind. Das hat nicht nur den Grund, dass Listen dafür sorgen, dass man sich gut fühlt wenn man Punkte abstreichen kann. Sondern manchmal ist es viel wichtiger sich einfach einen Überblick zu verschaffen und eine große Aufgabe in kleine Teilschritte zu zerstückeln. Warum? Weil kleine Steps einfach besser aussehen für dein Gehirn. Sie sehen schon auf deiner Lise machbar aus und dementsprechend ist es einfacher dich zu motivieren anzufangen.

Okay okay, du hast eine Liste gemacht aber du sitzt immer noch nicht an deiner Hausarbeit… Ich verstehe das, denn mir ging es oft genau so. Hier jetzt also der Tip mit dem du faules Menschenhirn austricksten kannst.

Mach nur EINS
Nimm dir nur EINS vor. Nur einen Absatz lesen, nur einen Satz schreiben, nur einen Satz Korrekturlesen, usw…

Warum ist das so effektiv?

Nur EINS zu machen fühlt sich gar nicht schlimm an. Wenn du dir vorstellt du musst nur eine Liegestütze machen oder nur einen Absatz lesen, dann ist das absolut machbar. Das Gute daran ist: Wenn du einmal dabei bist, machst du eh nicht nur EINS. Wenn du jetzt schon einmal das Buch aufgeschlagen hast, kannst du auch noch einen zweiten oder dritten Absatz lesen. Und wenn du deinen Laptop aufgeklappt hast und die Datei geöffnet, dann schreibst du sicherlich nicht nur einen Satz. Aber die Vorstellung nur einen Satz schreiben zu müssen, macht es dir schon viel leichter den Laptop erstmal aufzuklappen.

Die Psychologie dahinter:

Unser Gehirn ist schon ziemlich alt und reagiert ganz intuitiv auf Reize. Auf “Gefahr” reagieren wir fast immer mit “fight or flight”, also kämpfen oder fliehen – beides sehr stressige Ergebnisse. Das heißt wir versuchen Situationen in denen wir in Gefahr geraten könnten zu vermeiden. Leider fühlt es sich auch für einen modernen Menschen, der diese Angst zum Beispiel bei einer Hausarbeit nicht haben müsste,  so an, als stünde unser leibliches Wohl auf dem Spiel. Schlecht abzuschneiden oder gar nicht zu bestehen fühlen sich so gefährlich an, dass wir der Situation lieber aus dem Weg gehen wollen. In Wirklichkeit musst du davor natürlich in 2015 keine Angst haben. Hausarbeiten kann man nochmal schreiben und es gibt unzählige Beispiele von erfolgreichen Menschen ohne Abschluss. (Darüber kannst du hier mehr lesen) Das wichtige jetzt ist, dass es nichts bringt sich über die Zukunft zu viele Gedanken zu machen und gelähmt vor einer Aufgabe zu sitzen.

Also, wenn du das nächste Mal keinen Bock hast anzufangen, dann nimm dir doch einfach nur EINS vor. Du wirst sehen, dieser kleine Gedankentrick wirkt wunder.

Du kennst jemanden, der eigentlich schon letzte Woche seine Hausarbeit abgegeben haben müsste? Teil unseren Blog – es hilft bestimmt!

 


 

Buchempfehlungen um bessere Hausarbeiten zu schreiben (wenn du etwas mehr Zeit hast…)

 
pablo

Neues Jahr – Besser Werden!

Der Januar ist fast vorbei und vielleicht hast du Vorsätze für 2016 gefasst. Die haben möglicherweise gar nichts mit der Uni zu tun. Aber falls doch, würde ich dir gerne dieses Jahr dabei helfen deine Vorsätze zu erreichen.

Eine super Methode dafür ist: Reflektieren, Selektieren, Entfernen

Wie du sicherlich mittlerweile weißt, bin ich ein großer Fan von Listen. Sie helfen den Überblick zu behalten und das ist meist schon die halbe Miete, solltest du mal überfordert sein. Außerdem helfen sie auch dabei Erfolg zu messen. Und das fühlt sich gut an. Wenn du einen Punkt von deiner To-Do Liste streichen kannst, ist das immer ein kleiner Erfolgs-Boost. (Hier findest du ein super Tool um digital Listen zu machen – darüber schreibe ich sicherlich demnächst auch mal, denn ich organisiere damit mein ganzes Leben!)

Wie funktioniert Reflektieren, Selektieren, Entfernen? Nimm dir einen Zettel und lege 3 Spalten an.

 Reflektieren: 

Schreibe drei Dinge auf die dein 2015 geprägt haben. (Du kannst natürlich auch einen kürzeren Zeitraum wählen) Das können sowohl positive sein als auch negative. In dieser Spalte geht es darum dir darüber klar zu werden, wie es so gelaufen ist und wo du Verbesserungsbedarf siehst, aber auch mit was du so richtig zufrieden warst.

Selektieren: 

In diese Spalte kommen 3 Dinge die du gerne im kommenden Jahr schaffen möchtest. Wichtig hierbei: Es sollten Dinge sein, die du messen kannst. Zum Beispiel: Meinen Abschluss schaffen! (Aus diesem Ziel, lässt sich übrigens auch prima eine Liste mit Teilschritten machen, was alles nötig ist für deinen Abschluss.)

Entfernen: 

Diese Spalte ist für alle Eigenschaften, Laster, Angewohnheiten die du loswerden willst. Ich persönlich hatte zum Beispiel: “negative Gedanken” in dieser Liste. Und habe mich darum bemüht die Dinge positiver anzugehen. Umso häufiger du einen negativen Gedanken gegen einen positiven austauschst, desto schneller kannst du aus einer negativen Angewohnheit eine positive machen. Was auch ginge: Prüfungsangst besiegen. Hier könntest du dir vornehmen die kommenden Wochen jeden Tag ein bisschen an dir zu arbeiten und zu versuchen dich für die nächsten 3 Prüfungen von Mal zu Mal zu steigern.

Die Liste sollte an einem Ort hängen an dem du sie regelmäßig siehst und deinen Fortschritt überprüfen kannst. Wenn du eins deiner Ziele erreicht hast, gönn die eine kleine Geschafft-Party mit dir selbst. Streich den Punkt von deiner Liste und dann schnapp dir deinen Lieblingssnack und lass es dir gut gehen. Du hast es verdient.


 

Buchempfehlungen um bessere Hausarbeiten zu schreiben (wenn du etwas mehr Zeit hast…)

 
Prüfung bestehen Bild

Jede Prüfung bestehen: Lerntechniken Teil 1

In dieser Serie, widmen wir uns dem Prüfung bestehen. Hier geht es um Methoden besser zu lernen und bestimmte Prüfungskonzepte und Systeme zu hacken und so jede Prüfung zu bestehen. Der Meister in Sachen Life Hacks ist bekanntermaßen Tim Ferris. (Wer ihn noch nicht kennt, unbedingt nachlesen und sich vor allem Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef: Der einfache Weg, zu kochen wie ein Profi, zu lernen, was immer Sie möchten, und das gute Leben zu leben besorgen. In diesem als Kochbuch getarnten Werk, geht es darum wie man in kürzester Zeit jede Fähigkeit erlernen kann.)

In einem aktuellen Podcast unterhält sich Ferris mit Ed Cooke, dem Grand Master of Memory. Ed Cooke beschäftigt sich mit Lernmethoden. So gelingt es ihm zum Beispiel sich in unter einer Minute ein gemischtes Kartendeck mit 52 Spielkarten zu merken und das mit Hilfe gewissen tricks, die auch du anwenden kannst um Prüfungen zu bestehen.

Prüfung bestehen, Technik 1: Storylines!

Diese Technik ist besonders hilfreich um sich Abfolgen, Zahlen und Daten zu merken. Dabei verknüpft man alle Daten mit einer Person und dem Teil einer Geschichte. Das kann über Anfangsbuchstaben geschehen oder andere für dich markante Merkmale. Lernst zu Beispiel Jahreszahlen auswendig, so kannst du dir zu jeder Zahl einen dir bekannten Menschen merken oder einen Menschen, den du schon immer mal kennenlernen wolltest. Um die Zahlen zu verknüpfen helfen Geschichten, umso unmöglicher desto besser. Im oben verlinkten Podcast zeigt Cook an einem Beispiel auf, wie es Tim Ferriss mit Hilfe einer solchen Geschichte möglich ist, in wenigen Minuten über 20 Daten zu behalten und fehlerfrei wiedergeben zu können.

Ein Beispiel mit Jahreszahlen: Jede Prüfung bestehen!

Nehmen wir ein Beispiel aus der Geschichte. Am 9.11.1918 fand die November-Revolution statt und führte zur Absetzung Kaiser Wilhelms. Wie könnte man sich dieses Datum merken: Stell dir den Bart von Kaiser Wilhelm vor, nehmen wir an der war 9cm lang, dann kamen 11 Zwerge die ihn, während sie ihm an seinem 9cm Bart zogen, gezwungen haben sich 19 Daten zu merken aber weil er nur noch 18 wusste, haben sie ihn erledigt. Teste dich selbst, indem du versucht diese Story ein paar Minuten nachdem du diesen Post gelesen hast anzusagen. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, kannst du sie wiedergeben und das Datum der November-Revolution rekonstruieren.

Wie gesagt: Umso abstrakter die Geschichte, desto besser.

Ed Cookes System schneller zu lernen und jede Prüfung zu bestehen ist übrigens kostenlos und hier zu finden: Memrise. Viel Spaß damit.

Wenn du jemanden kennst, dem dieser Artikel weiterhelfen könnte eine Prüfung zu bestehen, dann teile ihn! Mit unseren Tipps kannst du jede Prüfung bestehen.